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Flussrevitalisierung der Dornbirnerach und des Spirsbachs, Vorarlberg

Flussrevitalisierung der Dornbirnerach und des Spirsbachs
Flussrevitalisierung der Dornbirnerach und des Spirsbachs
Flussrevitalisierung der Dornbirnerach und des Spirsbachs
Flussrevitalisierung der Dornbirnerach und des Spirsbachs
Flussrevitalisierung der Dornbirnerach und des Spirsbachs

Projektbeschreibung

In Vorarlberg werden im Zeitraum 2026 bis 2029 zwei Flüsse revitalisiert:

Die Dornbirner Ach in Vorarlberg mit einem HQ100 von 298 m³/s wird auf einer Länge von über 5 Kilometern revitalisiert. Das Bachbett wird aufgeweitet, die Böschungen abgeflacht, eine natürlichere Gewässersohle eingebaut, über 200 Bäume und 1.000 Sträucher gepflanzt sowie ingenieurbiologische Strukturen für neue Lebensräume geschaffen. Die vorgesehenen Bauweisen zur Erhöhung der Strömungs- und Habitatvielfalt beinhalten Inselstrukturen mit Holzelementen, sogenannte „Engineered Log Jams“, sowie auch Fisch- und Raubaumbuchten, Buhnen, Faschinenreihen, Pfahlreihen, Uferpfahlwände, Störsteine und Steinwürfe. Die Maßnahmen verbessern den ökologischen Zustand der Dornbirner Ach nachhaltig und sichern den Lebensraum für Tiere und Pflanzen langfristig. Die Auflösung des bestehenden geradlinigen Verlaufs sowie die Beschattung zur Reduktion der Wassertemperatur sind dabei wesentliche Bestandteile des Projekts.

Das über 1,5 km lange Revitalisierungsprojekt am Spirsbach in der Gemeinde Feldkirch besitzt eine herausragende gewässerökologische Bedeutung, da der grundwassergespeiste, winterwarme Gießenbach als eines der wenigen verbliebenen Laich- und Rückzugshabitate für Fische des Alpenrheins dient. Kernstück der Aufwertung ist die Verschwenkung des Bachlaufs in historische Altarme („Hechtlöcher“) sowie die Initiierung einer dynamisch pendelnden Linienführung mit variierenden Böschungsneigungen. Durch den gezielten Einbau ingenieurbiologischer Elemente wie Totholz, Wurzelstöcken und geformten Inseln sowie die Bereitstellung einer durchgehenden Kiessohle entstehen vielfältige Mikrohabitate für Fische, Wirbellose und Kieslaicher.

Die beiden Projekte tragen dazu bei, den ökologischen Zustand bzw. das ökologische Potenzial der Gewässer gemäß der EU-Wasserrahmenrichtlinie nachhaltig zu verbessern, indem sie durch breitere, dynamische Sohlstrukturen und Ufergehölze wertvolle Lebensräume für Wassertiere und Amphibien schaffen.

Projektinformation

Bauherr
Bund (Republik Österreich),
Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft, Bundeswasserbauverwaltung,
vertreten durch das Land Vorarlberg

Unsere Leistungen
Federführung ARGE, Planung Revitalisierung

Ansprechpartner
Dipl.-Ing. Benno Hofer
Dipl.-Ing. Hansjörg Jocher

Projektteam
F.Preisig AG (ARGE-Partner)
MUP – Philipp Meusburger (Ökologie)
UMG – Markus Grabher (Ökologie)
Lins Mock GmbH (Sicherheit)

Photocredits

Land Vorarlberg / Wasserwirtschaft