Kappenzipfelsteg, Günzburg
Projektbeschreibung
Der neue Steg über die Günz bildet den Abschluss bzw. das Torbauwerk der neuen Gartenachse, die über die kleine Grünfläche an der Ulmenstraße und den neuen Hanggarten hoch zur Altstadt führt. Um der markanten Rotbuche am Ostufer ausreichend Raum zu geben, wird das östliche Auflager nach Süden verschoben. Um dabei die geometrischen Beziehungen zu erhalten wird der südliche Weg der Grünfläche leicht in Richtung Steg gedreht.
Der Steg reflektiert in seiner symmetrischen T-Form die Gleichwertigkeit der beiden Abgänge Richtung Norden und Süden. Auch die tragenden Brüstungskörper auf allen drei Seiten entsprechen dieser Spiegelbildlichkeit. Diese Symmetrie wird jedoch durch Anpassungen an Terrain und Straßenverlauf, und durch die Ausrundungen und die Aufweitung der Gabelung "aufgeweicht". Es entsteht eine Wegeskulptur die sowohl als Zeichen als auch als Naturobjekt wahrgenommen werden kann.
Konstruktion
Der mind. 3,5 m breite und im Grundriss Richtung Nordufer sich trompetenförmig aufweitende Kappenzipfelsteg spannt über etwa 37 m über die Günz mit zwei die Brückenfläche einfassenden, luftdicht verschweißten 1,38 m hohen Stahlhohlkästen in wetterfestem Stahl S355 J2W. Der symmetrische trogförmige Brückenquerschnitt mit den beidseitigen Hohlkästen wird über Flanschhalterquerträger im Abstand von ca. 3 m zusammengehalten. Darauf aufbauende T-förmige Stahl-Längsträger im Abstand von 0,8 m bilden die Auflager für den 8 cm dicken Holzbohlenbelag. In der Ebene der Längsträger liegt ein Diagonalverband, welcher die Brückenebene in horizontaler Richtung aussteift. Die beschriebene Konstruktion wird entlang der norduferseitigen Rampen in Richtung Osten und Westen fortgeführt.
Die Lasteinleitung in den Baugrund erfolgt hier über tiefer liegende Flachgründungen, hergestellt im Schutze einer flussseitigen Spundwand. Der Stahlüberbau bindet über Schubverbinder und Kopfbolzendübel starr in die Widerlagerwände ein. Abtriebkräfte aus Treibgut im Hochwasserfall können damit schadensfrei vom Überbau in den Untergrund abgetragen werden. Über- und Unterbau der Brücke ist hochwasserabflussgerecht gesetzt, die Brückenunterkante liegt höher als die Kote +444,5 m des hundertjährlichen Hochwassers incl. einem halben Meter Freibord und die Widerlager befinden sich außerhalb des Hochwasserabflussquerschnittes in die Dammböschung integriert. Geländemodellierungen sind auf das notwendigste reduziert.
Projektinformation
Auslober
Stadt Günzburg, Deutschland
Wettbewerb
Kappenzipfelsteg: 1. Preis, 2024
Donausteg: Anerkennung
Team/bearbeitet durch
Architektur: J2M Mayr Metz Architekten: Christoph Mayr, Maximilian Gehron, Johanna Böhnlein
Bauingenieure: Bergmeister: Josef Taferner, Matthias Gebhard, Philipp Prighel, Manuel Troger
Stadt Günzburg, Deutschland
Wettbewerb
Kappenzipfelsteg: 1. Preis, 2024
Donausteg: Anerkennung
Team/bearbeitet durch
Architektur: J2M Mayr Metz Architekten: Christoph Mayr, Maximilian Gehron, Johanna Böhnlein
Bauingenieure: Bergmeister: Josef Taferner, Matthias Gebhard, Philipp Prighel, Manuel Troger
Photocredits
J2M Architekten